Schlaraffenreyche haben einen Stammbaum wie Familien: Ein Reych gründet eine Colonie, die Colonie wird sanktioniert und ist dann selbst ein Reych — und irgendwann gründet sie ihrerseits. Die Nauinheimbia hat eine Mutter, zwei Töchter, zwei Enkelinnen und dazu zwei Geschwister aus demselben Jahrgang, mit denen sie bis heute gemeinsam feiert.
Die Mutter: Francofurta (76)
Als Allmutter Praga der Colonie Nauinheimbia im Windmond 1924 die Gründungsbewilligung erteilte — der Windmond ist der November —, übernahm das hohe Reych 76 Francofurta in Frankfurt am Main die Mutterschaft. Von dort führt die Linie nach Bad Nauheim und Friedberg.
Die Töchter: 276 und 306
276 „Zu den Gyssen“ in Gießen. 1927 wählte das Feldlager 276 die Nauinheimbia zur Ziehmutter. Im Hornung 1928 — der Hornung ist der Februar — gründeten fahrende Ritter der Nauinheimbia gemeinsam mit Sassen der Chasalla in Gießen die neue Colonie, und im Eismond 1930 — der Eismond ist der Januar — konnte die Sanktionsfeier der lieben Tochter zelebriert werden.
306 „Ob der Dill“ in Herborn. Die zweite Tochter folgte 1950, im Jahrzehnt des Wiederbeginns — also zu einer Zeit, in der das Reych selbst noch mit den Folgen der uhufinsteren Jahre zu tun hatte. Daß es in dieser Lage eine Colonie großzog, sagt etwas über den Zustand der Sassenschaft.
Die Enkelinnen: 335 Wetiflar und 323 An der Sieg
Aus den beiden Töchtern gingen wiederum zwei Reyche hervor:
- 335 Wetiflar in Wetzlar — sie führt eine eigene Uhunetzseite unter schlaraffia-wetzlar.de und ist wie dieses Reych in der Uhu-CMS-Flotte zu Hause.
- 323 „An der Sieg“ in Siegen.
Mit Mutter, Töchtern und Enkelinnen sitzt die Nauinheimbia damit in einer Linie, die von Frankfurt über die Wetterau nach Mittelhessen und ins Siegerland reicht.
Die Drillingsreyche: 246, 247 und 248
Im selben Jahrgang wie die Nauinheimbia entstanden Gaudia mundi (246) und Athenae Gottingenses (248). Drei aufeinanderfolgende Reychsnummern aus einem Jahrgang — die drei nennen sich seither die Drillingsreyche und feiern gemeinsam. 2012 beging das Dreigespann sein gemeinsames 88. Wiegenfest im Rosensaal zu Steinfurth, jenem Bad Nauheimer Ortsteil, der seit 1868 als ältestes Rosendorf Deutschlands gilt. Ein Rosensaal für ein Wiegenfest: Es gibt unpassendere Orte.
Ein Titul für Sammler
Und noch ein Hinweis für fahrende Sassen, der in diesen Zusammenhang gehört: Wer alle Reyche des historischen Gebietes Hessen-Nassau besucht, kann bei der Wiesbadensia (42) den Titul „Hessen-Nassauischer Standesherr zu Ross“ erwerben. Zwölf Reyche sind dafür zu besuchen — die Nauinheimbia ist eines davon. Ein Einritt im Dicken Turm bringt Euch also nicht nur einen Abend, sondern auch einen Haken auf der Liste.
Die Angaben dieser Seite sind im elektronischen Allschlaraffischen Reychsarchiv belegt, überwiegend in den Jahrgängen der Deutschen Schlaraffen-Zeitung, sowie im Bestand der Uhunetzseite dieses Reyches; der Titul der Wiesbadensia folgt der Darstellung dieses Reyches selbst. Für die Töchter und Enkelinnen sind hier nur die Jahre genannt, die belegt sind — wer genauere Gründungs- und Sanktionsdaten der Reyche 276, 306, 323 und 335 sucht, findet sie bei den Reychen selbst. Maßgeblich für den Titul „Hessen-Nassauischer Standesherr zu Ross“ ist immer die geltende Fassung der Bedingungen; wer ihn erwerben möchte, frage bei der Wiesbadensia nach dem aktuellen Stand.